Buecher
Meike Buck, Michael Kamp, Matthias Georgi
VdW Bayern
Die Geschichte des soziales Wohnens
Seit 100 Jahren widmen sich der VdW Bayern und seine Mitgliedsunternehmen der Aufgabe, günstigen aber dennoch hochwertigen Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen zu schaffen. Damit werden der Verband und die sozial orientierten Wohnungsunternehmen einer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Das Buch erzählt die Geschichte des VdW Bayern und der sozial orientierten Wohnungswirtschaft. Diese Geschichte beginnt im 19. Jahrhundert mit der drückenden Wohnungsnot vor allem in den Städten, führt über die Gründung von Baugenossenschaften und anderen gemeinnützigen Wohnungsunternehmen, über die Gründung des VdW Bayern 1909, über die großen Erfolge des Wiederaufbaus in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den Aufgaben des sozial orientierten Wohnungsbaus der Gegenwart. Erstmals wird die Geschichte des VdW Bayern detailliert dargestellt. Dabei entsteht zugleich eine Geschichte des sozialen Wohnens in Bayern.
Informationen
Hardcover
235 Seiten, 68 Abbildungen
15,3 x 21,5 cm
ISBN 978-3-940061-25-6
22 EUR
Mehr über Meike Buck, Michael Kamp, Matthias Georgi
Pressemitteilungen
Süddeutsche Zeitung, Nr. 120, 27. Mai 2009, Immobilienteil, S. 1 (V2/1)
Buchtipp
Wenn ein Verband eine Chronik herausgibt, dann ist diese (wenn überhaupt) meist nur für den kleinen Kreis seiner Mitglieder ein Lesevergnügen. Mit dem Buch, das der Verband der bayerischen Wohnungsunternehmen anlässlich seines 100-jährigen Bestehens von Historikern schreiben ließ, verhält es sich deutlich anders. Auf 200 Seiten geht es weniger um die Eckdaten der Organisation, sondern mehr um die Geschichte des sozialen Wohnens, vor allem in Bayern: Spätestens seit der Industrialisierung geriet dieses Grundbedürfnis nämlich zu einer der großen, aber oft vergessenen sozialen Fragen. Große Teile der armen Bevölkerung mussten sich in der langen Zeit der Wohnungsnot mit engen Dachböden, feuchten Kellern oder ein paar Quadratmetern auf einem schmalen Flur zufrieden geben. Sie litten unter katastrophalen hygienischen Bedingungen und wenig Platz – eine Wohnung galt Ende des 19. Jahrhunderts erst dann als überbelegt, wenn mehr als fünf Menschen in einem Raum leben mussten. In vielen Fällen verbesserten zunächst Genossenschaften die Lage vieler Arbeiter, später engagierten sich auch Unternehmer und Kommunen. Mit der drastischen Verbesserung der Wohnverhältnisse haben sich in hundert Jahren auch die Herausforderungen des Verbandes verändert. Das letzte Kapitel handelt nicht mehr von Wohnungsnöten, sondern von energiesparendem Bauen, Integration und dem demographischen Wandel. Ob die Rolle der Akteure im Nationalsozialismus, das Chaos im Nachkriegsdeutschland, die Wohnungspolitik in den Wirtschaftswunderjahren oder der „Neue Heimat“-Skandal: Mit vielen Fakten, Bildern und Zitaten beschreiben die Autoren sehr anschaulich die Facetten des sozialen Wohnungsbaus.
Münchner Merkur/TZ, Wohnen & Leben, Nr. 128, 6./7. Juni 2009, Mieten & Vermieten
100 Jahre Wohnungsmangel. Zum 100-jährigen Jubiläum des VdW Bayern erschien jetzt die „Geschichte des sozialen Wohnens“. Sie zeigt: Bis in die achtziger Jahre war das Wohnen für die Mehrheit alles andere als komfortabel.
Der VdW Bayern ist der Verband der genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsunternehmen, die sich dem sozialen Wohnungsbau widmen. Zum 100-jährigen Jubiläum erschien jetzt die Verbandsgeschichte in Buchform im August Dreesbach Verlag (ISBN 978-3-940061-25-6). Das 200 Seiten starke Werk ist aber weit mehr. Hervorragend recherchiert und ausgezeichnet geschrieben bietet es einen spannenden Blick in die teils abenteuerliche Geschichte des Wohnens der breiten Masse der Bevölkerung. Fazit: Mit der Industrialisierung begann in den Städten im 19. Jahrhundert ein Wohnungselend, das sich infolge zweier Kriege bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts hartnäckig hielt. Erst in den achtziger Jahren trat Besserung ein; und erst die Abschaffung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes im Januar 1990 markiert das Ende des echten Mangels, gleichwohl es immer noch zu wenig erschwinglichen Wohnraum für Haushalte mit geringem Einkommen gibt. (...)
Bayerische Staatszeitung, Nr. 29, 24. Juli 2009, Bau & Architektur
Geschichtswerk über 100 Jahre VdW Bayern. Hervorragend illustriert
von Friedrich H. Hettler
Seit 100 Jahren widmen sich der VdW Bayern und seine Mitgliedsunternehmen der Aufgabe, günstigen aber dennoch hochwertigen Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen zu schaffen. Damit werden der Verband und die sozial orientierten Wohnungsunternehmen einer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Ein Grund, die Geschichte des Verbandes einmal genauer zu betrachten. Aus diesem Anlass haben sich die Historiker von Neumann & Kamp – historische Projekte fast zwei Jahre mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des VdW Bayern beschäftigt: Das Buch erzählt die Geschichte des VdW Bayern und der sozial orientierten Wohnungswirtschaft. Diese Geschichte beginnt im 19. Jahrhundert mit der drückenden Wohnungsnot vor allem in den Städten, führt über die Gründung von Baugenossenschaften und anderen gemeinnützigen Wohnungsunternehmen, über die Gründung des VdW Bayern am 16. Mai 1909, über die großen Erfolge des Wiederaufbaus in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den Aufgaben des sozial orientierten Wohnungsbaus der Gegenwart. Erstmals wird die Geschichte des VdW Bayern detailliert dargestellt. Dabei entsteht zugleich eine Geschichte des sozialen Wohnens in Bayern. Hervorzuheben ist aber auch die Bebilderung des Geschichtswerkes. Vor allem die historischen Aufnahmen haben mehr Aussagekraft über die Wohnverhältnisse der damaligen Zeit als ellenlange theoretische Abhandlungen. Entstanden ist ein äußerst informatives, gut lesbares und hervorragend illustriertes Werk über den VdW Bayern sowie die Geschichte des sozialen Wohnens.