Buecher
Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit? oder Erbsen ohne Ende!
Wünschst du dir auch manchmal, eine echte Prinzessin oder ein echter Prinz zu sein? In einem Schloss zu leben, das so groß ist, dass man sich darin verlaufen kann? Viele Diener zu haben, wunderschöne Kleider und eine goldene Krone? So stellt man sich das Leben von Prinzen und Prinzessinnen vor – aber war das auch in Wirklichkeit so?
Christiane Böhm gibt einen sehr privaten Einblick in das Leben echter Prinzen und Prinzessinnen, den Kindern des bayerischen Königshauses im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Buch ist über den Verlag oder den Buchhandel erhältlich.
Dafür hat sie teilweise noch nie veröffentlichte Quellen zusammengetragen: lustige, traurige, erstaunliche und ganz alltägliche Geschichten aus der Kindheit der Wittelsbacher Sprösslinge. Sogar über historische Berühmtheiten wie Ludwig II. oder Sisi erfährt man viel Neues!
Reich ausgestattet mit bislang unbekannten Originalfotos und Abbildungen lässt dieses Buch Geschichte lebendig werden.
Informationen
Mit einem Grußwort des heutigen Oberhauptes der Wittelsbacher, Seiner Königlichen Hoheit Herzog Franz von Bayern.
Softcover, englische Broschur
208 Seiten, 190 Abbildungen
16,5 x 20,5 cm
ISBN 978-3-940061-36-2
22 EUR
Mehr über Christiane Böhm
Pressemitteilungen
Buchtipp am 6.3.2012 auf www.cityblick24.de
Wer träumt nicht davon, einmal im Leben ein tapferer Prinz oder eine schöne Prinzessin zu sein? Schöne Kleider tragen, in einem riesigen Schloss wohnen, vom Personal umsorgt werden, viele Feste ... so oder ähnlich denken wir uns das Leben der „Blaublütigen“. Aber stimmt das so und ist das das Leben wirklich „erträumenswert“?
Für alle, die gern mehr erfahren möchten, der sollte einmal das Buch „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit?“ von Christiane Böhm lesen. Sie erzählt hier - zusammen mit Seiner Königlichen Hoheit Herzog Franz von Bayern - aus dem Leben der Wittelsbacher ...
Gab es Schlossgespenster?
Wie sah ein königliches Kinderzimmer aus?
Durften die Kinder im Schlosspark spielen?
Waren königliche Geschwister immer ein Herz und eine Seele?
Was für Spielsachen hatten Prinzen und Prinzessinnen?
Hatte ein Königskind die Taschen voller Gold und Silber?
Lebten sie glücklich und zufrieden?
All diese Fragen und natürlich noch viel mehr werden in dem sehr lebendig und unterhaltsam geschriebenen Buch beantwortet.
Darüber hinaus gibt es viele interessante Hintergrundinformationen, die vielleicht auch die erwachsenen Leser so noch nicht wussten. Und so manches Detail gibt einen überaus persönlichen Einblick in das nicht immer so „märchenhafte“ Leben, sondern zeigt, dass auch Königskinder durch eine „harte Schule“ gehen mussten.
Besonders schön sind die vielen privaten Fotografien und Gemälde, die dazu beitragen, das Gelesene noch besser zu verstehen.
Ein wirklich interessantes Buch - und bestimmt nicht nur für Kinder
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Der August Dreesbach Verlag als Bewerber beim Bayerischen Kleinverlagspreis 2011
Im Jahr 2011 bewarb sich der August Dreesbach Verlag um den Bayerischen Kleinverlagspreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, und fiel dabei, wenn er auch letztendlich nicht gewann, so doch besonders auf, wie man in der Süddeutschen Zeitung vom 7.9.2011 nachlesen kann: „An guten Ideen und Qualität herrscht allerdings kein Mangel. Die Liste der Bewerber zeigt, mit welchem Mut und mit welcher Liebe zum Thema und zum Detail die Bewerber ans Werk gehen ... Dann ... das beeindruckende Buch über den Kinderalltag im bayerischen Königshaus aus dem August Dreesbach Verlag ...“ (Hans Kratzer) – Vielleicht klappt es mit dem Preis ja im nächsten Jahr? Wir geben Alles!
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„Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit?“ als Geschenke-Tipp bei Elle
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Rezension auf www.lesenblog.de
Bayerische Royals: Gedrillt für ihre späteren Aufgaben
Geschichtsschreibung spielt sich ja in der Regel im Erwachsenenmilieu ab. Nicht aber in diesem bezaubernden Buch, das sich auch zum Vorlesen eignet. Es erzählt, wie Prinzen und Prinzessinnen in Bayern gelebt haben, womit sie spielten und was sie aßen.
Drei Jahre lang hat die Münchner Autorin Christiane Böhm recherchiert, hat sich in Archive eingegraben, vorzugsweise in eines, in das Geheime Hausarchiv der Wittelsbacher. Dort fand sie zahllose, bisher nie gesehene Fotos des königlichen Nachwuchses, aber auch Briefe und Tagebücher, in schöner Handschrift geschrieben.
Man glaubt es ja eigentlich, aber ob’s die adeligen Sprüsslinge wirklich schön hatten: Ein Tagesablauf voller Disziplin. Früh aufstehen, Lernen, ein karges Frühstück, wieder Unterricht, Selbststudium, zwei Stunden Fußmarsch, natürlich bei jedem Wetter, und früh ins Bett – so war’s jedenfalls bei dem 1846 geborenen Prinz Leopold, Bruder des späteren Königs Ludwig III.
Mäßigung, Pflicht, Verantwortung statt Müßiggang, Luxus und Lotterleben – so war das bei den bayerischen Royals. Klar mangelte es nicht an Spielzeug, aber an elterlicher Zuneigung schon. Es wurde gesiezt und körperliche Berührungen waren nicht angezeigt.
Die Rollen der Eltern übernahmen Kindermädchen, auch sie von blaublütiger Herkunft. Sie waren meist die einzigen, zu denen die angehenden Herrscher eine persönliche Beziehungen entwickeln konnten. Ludwig II etwa litt sehr unter der Trennung von seiner “Ersatzmutter”. Zeitlebens gratulierte er ihr zum Geburtstag.
Bewertung: *****
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Süddeutsche Zeitung vom 11. Januar 2010
Das wahre Leben der Königskinder
Ein Buch über den nicht immer schönen Alltag von Prinzen
und Prinzessinnen im bayerischen Herrscherhaus
von Franz Freisleder
Wie Prinzen und Prinzessinnen angeblich bei Hofe lebten – das lesen wir in vielen Märchenbüchern. Autorin Christiane Böhm befasste sich am Beispiel des Kinderalltags im bayerischen Königshaus mit der Realität. Und adressiert jetzt das Ergebnis vor allem an Kinder und jugendliche Leser. „Manche werden vielleicht ein bisschen enttäuscht sein, wenn sie erfahren, dass eine Prinzessin nicht immer ein Diadem trägt oder ein Prinz auch Hausaufgaben machen muss…“, warnt Herzog Franz von Bayern bereits in seinem Geleitwort vor falschen Erwartungen. Märchenhafte Vorstellungen weichen denn auch schnell der Ernüchterung, wenn etwa zu lesen ist, dass Prinzessin Wiltrud – eines der 13 Kinder des späteren Königs Ludwig III. – noch 1897 als Dreizehnjährige das Schlafzimmer mit ihrer jüngeren Schwester Hildegard, ihrem älteren Bruder Wolfgang und einer Kinderfrau teilen musste.
Wenig beneidenswert überhaupt das frühere Prinzessinnen-Dasein: Zwangsehen aus politischem Kalkül oder das Kloster als einzige Alternative waren auch im Haus Wittelsbach häufig ihr Schicksal. Noch Ende des 19. Jahrhunderts durfte eine Prinzessin weder das Abitur anstreben noch eine Universität besuchen. Als Märchenprinzessin mochte sich Kaiserin Elisabeths jüngste Tochter Marie Valerie fühlen, als ihr die Mama einmal zum Geburtstag einen „leibhaftigen Mohren“ tatsächlich „schenkte“. Auch Sisi selbst hatte in Possenhofen bereits einen als Spielkamaraden.
Richtlinien, nach denen die bayerischen Prinzen erzogen wurden: Strengste Pflichterfüllung, militärische Pünktlichkeit, Ordnung, Härte gegen sich selbst, Rücksicht gegenüber anderen, Verehrung der Eltern und Liebe fürs Vaterland. Als Erzieher Ludwigs III. und seines Bruders Leopold fungierte ein Artilleriehauptmann, der sich für die beiden gleich vorsorglich in der Münchner Residenz eine Arreststube einrichten ließ. Die Privatlehrer fuhren sogar mit in die ohnehin kurz bemessenen Ferien. Zum üblichen Gymnasiumslehrstoff kamen noch die Fächer Etikette, Schießen, Reiten und Kriegsführung.
Was auf den Tisch kommt, wird gegessen, hieß es für Knaben wie Mädchen. Weil sich Prinzessin Wiltrud trotzdem weigerte, die verhassten Erbsen zu essen, die es häufig gab, musste sie jedes Mal auf die folgenden Speisen verzichten und vom Esstisch „abtreten“. Max II. zog seinen Söhnen Ludwig und Otto oft den noch halb gefüllten Teller weg und ließ sie hungrig aufstehen. Er wollte sie so zu Einfachheit und Mäßigung erziehen.
36 Fragen zum Familienleben der Wittelsbacher Sprösslinge stellt Christiane Böhm und beantwortet sie in ebenso vielen Kapiteln kurzweilig und detailreich. Sie bereichert ihre Schilderungen mit vielen auch erstmals veröffentlichten Fotos. Sie gibt zu den einzelnen Abschnitten Ausflugstipps und Besichtigungshinweise und ergänzt die Privatgeschichten mit einer Kurzgeschichte des Königreichs Bayern samt Stammbaum seines Herrscherhauses.
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Buchhinweis in der Sendung „Notizbuch“ BR2 vom 23. April 2010
Ausschnitt: Dieses Buch stellt Fragen, wie sie nur Kinder stellen können. Einfach, aber oho! Wie war es, einen König zum Papa und eine Königin zur Mutter zu haben? Mussten Prinzen und Prinzessinnen in die Schule gehen? Und nicht zuletzt, was gab es bei einem Königskind zu essen? Die Antworten, die Autorin Christiane Böhm darauf gibt, sind lustige, traurige, erstaunliche und ganz alltägliche Geschichten aus der Kindheit der Wittelsbacher.
Nicht immer war es schön, ein Königskind zu sein.
Oft wuchsen die Prinzen und Prinzessinnen fern von ihren Eltern auf, denn die waren mit Regieren und Repräsentieren so beschäftigt, dass sie nur auf Stippvisite in den Kinderzimmern vorbeischauten. Dort war die wichtigste Bezugsperson die Kinderfrau, die aber jäh aus dem Leben der Kinder entfernt wurde, wenn die sechs Jahre alt wurden. Dann kamen sie nämlich in die strenge Obhut eines Erziehers. Überhaupt, von Kuschelpädagogik kann keine Rede sein.
Historisch fundiert und dabei auch noch kindgerecht niedergeschrieben ist dieses Buch ein reicher Fundus für Entdeckungen. Nicht zuletzt auch wegen der Vielfalt an Bildern, die oft skurril sind, was Kinder ja sehr inspirierend finden. Eigentlich sind all diese Gemälde und Fotografien aus den Königshäusern sorgfältig inszeniert und doch lässt uns dieses Buch mit einem Augenzwinkern hinter die Kulissen königlicher Macht und Pracht blicken. Mit akkurater historischer Präzision und der unerbittlichen Neugierde von Kinderaugen.
von Ulrike Hagen
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Rezension in der Abendzeitung vom 7. April 2010
Beilage „Die Stadt – Könige und Boazn: Bücher über Bayern“
Königskinder im echten Münchner Leben
Das ist ein echter Geheimtipp! Ein hinreißend liebevoll geschriebenes Buch über bayerische Königskinder – nicht im Märchen, sondern im wirklichen Leben. Das Kinder- und Jugendbuch erzählt nicht nur, wie es einem jenseits der Schlossromantik tatsächlich erging (oder ergeht), wenn man mit einem Krönchen auf dem Kopf geboren wird, es gibt auch praktische Tipps, wie man Spuren der Königskultur im heutigen München selbst finden kann. Ein ungewöhnlicher Ansatz, sozusagen Sozialgeschichte von oben, der auch Erwachsenen beim Lesen Freude bereitet. Kein Wunder, dass da auch Herzog Franz, der aktuelle Chef des Hauses Wittelsbach, nicht zurücksteht und im Vorwort über seine Kindheit plaudert.
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Rezension in der tz vom 22. April 2010
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Rezension im Münchner Merkur vom 19. Mai 2010
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Nymphenburger Anzeiger vom 28. April 2010
Königskinder haben's auch nicht leicht
(U.L.) „Gab es Schlossgespenster?“, „Wie sah ein königliches Kinderzimmer aus?“ „Wie kam ein Königskind auf die Welt?“ „Wie feierte eine Königsfamilie Weihnachten?“ und „Als was verkleidete sich eine Prinzessin im Fasching?“ Diese und viele weitere Fragen zum Leben der Wittelsbacher „ganz privat“ stellt und beantwortet Christiane Böhm in ihrem neuen Buch „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit? oder: Erbsen ohne Ende!“, soeben erschienen im August Dreesbach Verlag.
Die insgesamt 36 Fragen und Antworten sind kindgerecht und dabei doch detailliert und fachlich fundiert aufbereitet. Zahlreiche Fotos und Abbildungen, darunter einige bisher noch nicht veröffentlichte Bilder, bieten anschauliche Einblicke in das bei weitem nicht immer so sorglose Leben echter Prinzen und Prinzessinnen aus dem bayerischen Königshaus im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. – Das ist spannend und aufschlussreich für junge und ältere Leser!
Zusätzlich gibt die Autorin zu den einzelnen Abschnitten noch Ausflugstipps und Besichtigungshinweise und ergänzt das Ganze um eine kurze Chronologie des Königreichs Bayern samt Stammbaum seines mit einem Grußwort des heutigen Oberhauptes Herrscherhauses.
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FOCUS Magazin Nr. 2 (2010)
Hungrige Prinzen
Von FOCUS-Redakteur Thomas Röll
Der bayerische König Ludwig II. (1845-1886) war berühmt für seinen Hang zu Verschwendung und Opulenz.
Sogar ein Tischleindeckdich ließ sich der Potentat in seinem Schloss Linderhof installieren. Als Kind konnte Ludwig von üppigen Mahlzeiten nur träumen. Wie die Münchner Autorin Christiane Böhm in ihrem Buch „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit?“ enthüllt, durften Ludwig und sein Bruder Otto sich bei Tisch nicht einmal satt essen. Ihr Vater wollte sie so zu Einfachheit und Mäßigung erziehen. Auch über andere Königskinder weiß Böhm Ernüchterndes zu berichten. So mussten die Töchter Ludwigs III. stets die Kleider ihrer älteren Geschwister auftragen. Und über die spätere Kaiserin Sisi heißt es, sie habe als Kind nicht wie eine Prinzessin, sondern wie ein „Bauernmädel“ ausgesehen.
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Rezension auf der Webseite librikon.de, Juni 2010
Empfehlenswert aus vielen Gründen
(librikon) „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit?“ fragt der Titel dieses originellen Kindersachbuches und beantwortet ihn in einer Fülle von Kapiteln, in denen das Prinzenleben im allgemeinen, aber an einzelnen Beispielen (heißt: an Prinzen und Prinzessinnen) geschildert wird: Lebendig, immer spannend, die Details mit sicherer Hand und kundig ausgewählt. Doch damit ist das Urteil über dieses Buch, das in seiner schlichten, einfach schönen Gestaltung, die ein Gemisch zwischen Familienalbum und dezent-geschmackvollen Kochbuch ist, sehr anziehend wirkt) noch nicht ganz gesprochen.
Kinderalltag hat Freuden und Ängste, und oft sind sie sich über Generationen und Gesellschaftsschichten ähnlich. Darauf setzt die Autorin und erzählt ganz nah an den Kindern von heute von den Königskindern. Das leidenschaftliche Interesse vieler kleiner verkleideter Spiel-Prinzen und -Prinzessinnen wird durch Wissen nicht zerstört, hier nicht. Vielmehr wird behutsam mit ihm umgegangen, und dennoch erfährt man viel jenseits des Klischees. Spielzeug, Eltern, Erziehung, Privatlehrer, Reisen, Feste… Die Monarchie wird nicht glorifiziert, wenn auch ein Hang zum Demonstrationsreichtum erlaubt sein muss; basisdemokratische Elternhäuser mögen ihren Kindern dies verzeihen angesichts eines Buches, das so warm und liebenswürdig (und auch immer mal wieder mit einem Augenzwinkern) daherkommt.
Übrigens nicht nur bayerischen Kindern, auch wenn die Wittelsbacher die „Beispielfamilie“ sind und sich die Besichtigungsratschläge auf deren Residenzen beziehen (auch unseren jungen Testlesern aus Berlin und Westfalen hat die Lektüre viel Spaß gemacht – als überregionales Magazin mit ebenfalls großer Münchner Leserschaft hat Librikon mehrere Kinder sich auf das Buch stürzen lassen).
Zwischen den seelenlosen Hochglanzsachbüchern, die sich mit Infohäppchen, Kästchen und bunten Graphiken eher an Marketing-Abteilungen als an jungen Lesern orientieren, ist dieses Sachbuch eine wohltuende, eine intelligente Ausnahme. Dem Bildungshunger der Kinder, aus dem häufig genug zerstörerisch Profit geschlagen wird, wird hier auf ehrliche Art entgegengekommen. In seiner unaufdringlichen Art strahlt der in Weiß gehaltene Band die notwendige Ruhe aus, die Kinder beim Lesen brauchen. „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit?“ lohnt sich also in vielerlei Hinsicht.
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Neumarkter Tagblatt vom 23. April 2010
Leser lesen für Leser
NT-Serie Das Tagblatt stellt jede Woche ein Buch vor, das ein Leser bewertet hat. Heute präsentiert Barbara Großmann „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit?“.
Berching. In diesem Tagblatt-Serienteil stellt Barbara Großmann, die Leiterin der Bücherei, das Buch „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit?“ von Christiane Böhm vor. Grundsätzlich gilt: Bücher, die sie vorstellt, gibt es in der Stadtbücherei zum Ausleihen.
Der Inhalt: Wie Prinzen und Prinzessinnen angeblich bei Hofe lebten – das lesen wir in vielen Märchenbüchern. Autorin Christiane Böhm befasste sich am Beispiel des Kinderalltags im bayerischen Königshaus mit der Realität. Und adressiert jetzt das Ergebnis vor allem an Kinder und jugendliche Leser. „Manche werden vielleicht ein bisschen enttäuscht sein, wenn sie erfahren, dass eine Prinzessin nicht immer ein Diadem trägt oder ein Prinz auch Hausaufgaben machen muss...“, warnt Herzog Franz von Bayern bereits in seinem Geleitwort vor falschen Erwartungen. Märchenhafte Vorstellungen weichen denn auch schnell der Ernüchterung, wenn etwa zu lesen ist, dass Prinzessin Wiltrud – eines der 13 Kinder des späteren Königs Ludwig III. – noch 1897 als 13-Jährige das Schlafzimmer mit ihrer Schwester Hildegard, ihrem Bruder Wolfgang und einer Kinderfrau teilen musste.
Bewertung: 36 Fragen zum Familienleben der Wittelsbacher Sprösslinge stellt Christiane Böhm und beantwortet sie in ebenso vielen Kapitel kurzweilig und detailreich. Sie bereichert ihre Schilderungen mit vielen auch erstmals veröffentlichten Fotos. Sie gibt zu den einzelnen Abschnitten Ausflugstipps und Besichtigungshinweise und ergänzt die Privatgeschichten mit einer Kurzgeschichte des Königsreichs Bayerns samt Stammbaum seines Herrscherhauses. Ein sehr interessantes Buch für Jung und Alt, das sozusagen ganz nebenbei unsere Geschichtskenntnisse aufbessert.
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Schwäbische Zeitung vom 15. Mai 2010
Papperlapapp! Heft für Kinder
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Aus „Bayern im Buch“, Sachliteratur, Bayern Allgemein
Von Elisabeth Burgis
Aufschlussreicher, vergnüglicher Einblick in die Kinderwelt bayerischer Prinzen und Prinzessinnen.
Viele der jeweils an eine Frage geknüpften 36 Kapitel berichten für Kinder von heute anschaulich von der Kinderwelt bayerische Prinzen und Prinzessinnen, ihrer Lebenssituation, von Wünschen und Erlebnissen (auch im Umgang mit Schlossgespenstern!) Im Familienalltag, bei Festlichkeiten und in der Freizeitgestaltung. Am Ende jedes Kapitels ermuntern Tipps zu Erkundungstouren oder Spielaktionen dazu, das Erzählte zu vertiefen oder neu zu erleben. Ein bebilderter Stammbaum der bayerischen Königsfamilie (in der hinteren Umschlagklappe), zahlreiche Familienbilder und Familiendokumente (darunter der handgeschriebene Brief des 9-jährigenKronprinzen Ludwig II. an seine Kinderfrau) ergänzen anschaulich die in anekdotenreiche Erzählungen verpackten Informationen zu bayerischen Geschichte. Kindern nicht mehr geläufige Bezeichnungen wie z.B. „Gendarmerie“ werden erklärt. Dieser facettenreiche, historische Streifzug der besonderen Art bietet Kindern und Eltern unterhaltsames Lesevergnügen und kann auch bayerische Büchereien nur bereichern!
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„Wie lebten Prinzen und Prinzessen in Wirklichkeit?“
Buchvorstellung Heimatspiegel
Angela Braun / für den 1. Mai 2010
Der Märchenkönig und die Sisi – die beiden sind wohl die bekanntesten Wittelsbacher, die auch in unsrer „königslosen“ Zeit noch immer verehrt werden. (Sisis Leben ist durch die Verfilmung mit Romy Schneider seit mehr als 50 Jahren aller Welt vertraut. König Ludwig II. ist als Bauherr der Bayerischen Schlösser unsterblich geworden.) Von anderen Prinzen und Prinzessinnen wissen wir wenig und schon gar nichts über den Kinder-Alltag im bayerischen Königshaus. Christiane Böhm hat mit ihrem Buch „ Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit? Oder Erbsen ohne Ende!“ ein neues Terrain entdeckt und erforscht. Dabei geht es auch um Schlossgespenster, um königliche Spielplätze oder um mehr oder weniger beliebte Speisen im Hause Wittelsbach. Das Vorwort stammt aus der Feder von seiner Königlichen Hoheit Herzog Franz von Bayern, dem heutigen Oberhaupt der Wittelsbacher. Es richtet sich – wie das ganze Buch - an junge Leserinnen und Leser, ist aber so charmant geschrieben und gestaltet, dass es auch ausgewachsene Leser, Eltern und Großeltern bereichert, meint Angela Braun.
Das Buch „Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit? Oder Erbsen ohne Ende!“ - Kinderalltag im bayerischen Königshaus“ von Christiane Böhme ist im August Dreesbach Verlag München erschienen und kostet 22 Euro. ISBN 978-3-940061-36-2
Auf dem Titelbild kommandiert ein etwa vier Jahre altes Mädchen in festlichem Rüschenkleid einen echt aussehenden weißen Stoffpudel herum. Das Foto zeigt Prinzessin Isabell von Bayern und stammt aus dem „Geheimen Hausarchiv“, das zum Bayerischen Hauptstaatsarchiv gehört.
„In den königlichen Kinderzimmern fand man eine Eisenbahn, Puppen, Maschinen, die sich bewegen konnten, Spielfiguren, Bilderbücher und Bauklötze .... Ludwig II spielte sehr gern mit Bauklötzen, die ihm sein Opa, König Ludwig der Erste, zu Weihnachten geschenkt hatte. Der selbst war ein begeisterter Bauherr - er ließ unter anderem das Siegestor, die Feldherrnhalle und den Königsplatz mit Glyptotheken erbauen und war entsprechend stolz auf die Begabung seines Enkel...“
Christiane Böhm kombiniert in ihrem Buch über den Kinderalltag im bayerischen Königshaus Geschichten und Geschichte. So beschreibt sie die Kindheit der Prinzenbrüder Ludwig und Otto, die im Sommer oft im Schloss Hohenschwangau waren und erklärt nebenbei, warum die Wandmalereien mit Schwänen für den Namen des Schlosses verantwortlich sind.
Durften Kinder im Schlosspark spielen? Dieses Kapitel befasst sich auch mit der Entstehung des heutigen Nymphenburger Parks. Kurfürst Max von Bayern ließ den ursprünglich im französischen Stil angelegten Schlosspark umgestalten. Seinen fünf Kindern schenkte er zu Beginn des 19. Jahrhunderts kleine Gärtchen im Schloßpark.
„Seit dieser Zeit hatten alle nachfolgenden Wittelsbacher Prinzen und Prinzessinnen ihre eigenen kleinen Gärtchen. Außerdem wurde ein Prinzengarten – heute würde man sagen ein Kinderspielplatz – angelegt mit Indianerhütte, Badebassin, Taubenhaus und Turnplatz. Im großen Bad mit Wasserfall lernten die Prinzen und Prinzessinnen schwimmen. Auf dem See fuhren sie mit der Baaderschen Dräsine herum – einer Art Fahrrad auf zwei Schiffen – und sie fischten und ruderten.“
„Gab es Schlossgespenster ? Wer wohnte in den vielen Zimmern? Wie waren Prinzen und Prinzessinnen angezogen? Oder: was gab es bei einem Königskind zu Essen? Alle 35 Buchkapitel sind als Kinderfragen formuliert: neben Begebenheiten rund um das Essen erklärt die Autorin auch, woher der Ausdruck „blaues Blut“ kommt.
„Durch das Silberbesteck – das sich ja nur Adelige leisten konnten – verfärbten sich manchmal die Lippen und der Mund bläulich, was dann so aussah, als hätte der- oder diejenige blaues Blut.“
Immer wieder tauchen die Prinzessinnen Wiltrud und Helmtrud auf. Die beiden sind Töchter von Ludwig dem Dritten und Marie Therese. Die Schwestern waren zwei von insgesamt dreizehn Kindern, eines starb bei der Geburt. Von Wiltrud und Helmtrud gibt es mehrere Fotografien. Eine Geschichte bezieht sich auf den zweiten Titel des Buches „Erbsen ohne Ende“.
„Egal was auf den Tisch kam, die Prinzen und Prinzessinnen mussten von allen Speisen nehmen. Die kleine Prinzessin Wiltrud konnte Erbsen auf den Tod nicht ausstehen – aber darauf wurde keine Rücksicht genommen. Immer wieder gab es Erbsen, und immer wieder weigerte sich Prinzessin Wiltrud sie zu essen. Zur Strafe bekam sie dann meistens keine Nachspeise und keine Mehlspeise mehr. Prinzessin Trudi war mit ihren sechs Jahren schon sehr stolz und stur. Sogar wenn es ihre Lieblingsnachspeise gab – Indianerkrapfen - verzichtet sie lieber und tat so, als mache ihr das gar nichts aus.“
Zahlreiche Fotos sind in diesem Buch erstmals veröffentlicht – Zeitzeugnisse, die den Alltag im Bayerischen Königreich anschaulich darstellen. Nicht zu beneiden waren die Prinzen, vor allem die Thronfolger. Sie mussten viel lernen und hatten wenig Freizeit. Meist kamen Lehrer zum Privatunterricht ins Schloss. Die Kinder von Prinzregent Luitpold und deren Cousins Ludwig II. und Prinz Otto mussten täglich um fünf Uhr aufstehen. Nach dem Waschen und Anziehen begann das Studieren. Erst um halb acht gab es Frühstück.
„Um acht Uhr begann dann der Unterricht nach einem genau festgelegten Stundenplan, mittags gab es nur eine Kleinigkeit zu Essen, dann folgte wieder Selbststudium, unterbrochen von einem zweistündigen Spaziergang, der bei jedem Wetter, egal ob Sturm, Regen oder Schnee stattfand. Erst um vier Uhr nachmittags traf sich dann die ganze Familie zur Hauptmahlzeit. Danach mussten die Kinder Aufgaben machen und schließlich und endlich hatten sie Freizeit bis gegen acht Uhr.“
Einige Kapitel enden mit Vorschlägen zum Ausprobieren: entweder ist es ein Kochrezept von in Vergessenheit geratenen Gerichten, die es im Königshaus gab oder Ausflugstipps auf den Spuren der Wittelsbacher. Zum Schluss kann man im Stammbaum des Herrscherhauses nachschauen, wer wie mit wem verwandt war.
Die schönste Kindheit aber hatte wohl Prinzessin Elisabeth, die spätere Kaiserin Sisi. Denn im Sommerwohnsitz – im Schloss Possenhofen am Starnberger See – genossen die acht Kinder von Herzog Max und Ludovica alle sonst eher unüblichen Freiheiten.
„Sie jagten durch die großen Gartenanlagen, kletterten auf die herrlichen alten Bäume, machten lange Ausritte mit ihren Pferden oder schleppten die zahlreiche Stallhasen, Katzen und Hunde, die jeder von ihnen besaß, durch die Gegend. Im See, der direkt an das Grundstück heranreichte, wurde geschwommen, gesegelt, gerudert oder geplantscht .... Die Naturverbundenheit, die die Prinzen und Prinzessinnen in Possenhofen erlebten, blieb ihnen ein Leben lang erhalten.“
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Rezension auf der Webseite ALLITERATUS.com
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