Typotopografie, 8: Augsburg

 

 

»Typotopografie, 8: Augsburg« ist ein Pilotprojekt: Erstmals steht der Verlag in enger Kooperation mit einer Hochschule, hier der Fachhochschule Augsburg. Recherche, Konzept und Gestaltung dieser achten Ausgabe unserer Erfolgsreihe obliegen 17 Studierenden der Klasse von Prof. Michael Wörgötter. Beleuchtet wird Augsburg einerseits als traditionelle Drucker– und Verlagsstadt - so darf auch die Entstehung der Frakturschrift nicht fehlen. Doch die Studierenden bringen dem Leser andererseits auch heutige, moderne Schmankerl näher, wie beispielsweise die Typografie der Augsburger Eishockeymannschaft AEV. Steter Bezugspunkt werden die Studierenden sein, die mit ihren ganz persönlichen Perspektiven spannende neue Einblicke in die Hauptstadt Schwabens geben.

 

 

Informationen
Broschur, 90 Seiten, 19,5 x 29,5 cm,
ISBN 978-3-944334-30-1

14,80 Euro

 


Pressemitteilungen: 

 

»Vom Fanbanner zum Wunderbuch« (Augsburger Allgemeine, 5. Januar 2015)

»Das steckt hinter Augsburger Schriften

Wir befinden uns im Jahr 1506. Eine kleine, spärlich eingerichtete Kammer, kalt und dunkel Die einzige Lichtquelle ist eine prasselnde Feuerstelle. Daneben steht eine dunkle Gestalt, die sich über einen Tisch beugt. Es ist Leonhard Wagner, ein Augsburger Mönch. Er ist dabei, ein Geschenk für Kaiser Maximilian I. fertigzustellen: einen Katalog mit über 100 handgeschriebenen, teils selbst entwickelten Frakturschriften. Heut sehe viele diesen einfachen Mönch als Begründer der Frakturschrift.

Diese und andere Geschichten findet man im Magazin Typotopografie 8. Es beschäftigt sich mit der Druckkunst in urbanen Zentren.  Diesmal steht die Drucker- und Verlagsstadt Augsburg im Mittelpunkt. Und diesmal erscheint das Magazin unter ganz neuen Vorzeichen: Der August Dreesbach Verlag kooperierte eng mit den Gestaltern der Hochschule, um für frischen Winde zu sorgen. 17 Studenten der Klasse von Professor Michael Wörgötter haben das auch geschafft. Sie begaben sich auf einen Streifzug durch die Stadt und erzählen die Geschichte der Schrift aus ungewöhnlichen Blickwinkeln.

Eine ihrer Entdeckungen ist das Augsburger Wunderzeichenbuch ein typisches Produkt seiner Zeit, das Leser im 16. Jahrhundert das Gruseln lehrte. Furchterregende Himmelserscheinungen, Missgeburten, Drachen und Katastrophen bis hin zum Weltuntergang beschäftigten damals die Menschen. Die Studenten besuchten auch Augsburger, die über Schrift und ihren Einfluss auf die Gesellschaft erzählen. Ihre Ausflüge führen bis zu den Augsburger Panthern und deren Fans. Gerade die Ultras A'98 setzen auf bestimmte Schrifttypen. Das Fazit der Gestalter: "Einen eigenen Stil haben die Banner allemal und eine auf 20 Meter ausgerollte Fahne ist in ihrer Wirkung nicht zu übersehen.«